Reisetagebuch
1. Etappe "Schöningen - Hohberg" (643 km)
- 27.02.2010
(posted by Stefan)
Nun der erste Bericht unserer Tour. Als Starttermin haben wir
uns 8:30 Uhr ausgedacht, was sich auch als guter Starttermin
herausstellen wird. Als Tim und ich in der Feuerwehr eintrafen,
wartetet schon ein großes Empfangskomitee zur Verabschiedung auf
uns. Dafür noch mal VIELEN DANK! Das war super...!
Gegen 9 Uhr machten wir uns auf den Weg in das Breisgau, dem
ziemlich süd-östlichen Zipfel von Deutschland. Genauer gesagt:
Hohberg. Mit einem Lied auf den Lippen und reichlich Bauchkribbeln
legten wir die ersten Kilometer zurück. Unserem Ziel immer näher.
Ziemlich schnell merken wir allerdings auch, dass unser
Hochgeschwindigkeitsbus einen großen Nachteil hat - er fährt keine
Hochgeschwindigkeit. Spätestens in den Kasseler Bergen mussten wir
diese Erfahrung machen. Einige Lkw`s machten ihrem Frust durch hupen
und einen Finger deutlich, so dass die Botschaft unmissverständlich
angekommen ist. So fuhren wir Kilometer um Kilometer in den Süden.
Das Wetter war spitze. Blauer Himmel und strahlender Sonnenschein.
Teilweise schon zu warm, da unser Innenraum schon fast 40°C erreicht
hatte. Die Motorwärme macht ihr übriges. Gegen 16:30 Uhr hatten wir
unser Ziel erreicht. Einige Teams waren schon dort bzw. haben uns
auf der Autobahn überholt. Nach dem ersten Kennenlernen der
Abenteuer-Verrückten gab es Schnitzel und Bier der Afrikahilfe e.V.
Auch ein Chor hat uns noch etwas vorgetrillert. Dazu muss man noch
sagen, dass wir nun auch ein Gastpräsent im Auto haben. Keine
Drogen! Den Abend haben wir dann etwas bei Bier und netten
Gesprächen ausklingen lassen und uns dafür entschieden, die Nach im
Auto zu verbringen. Dies hatte Vor- und Nachteile: Vorteil: wir
haben nicht mitbekommen, die einige unerschrockene Nachts in der
Turnhalle Fußball bespielt haben. Nachteil: es war ganz schön kalt,
SEHR windig und super NASS! Es hat die ganze Nacht geregnet und wir
haben auch noch etwas deutschen Regen mit nach Frankreich
exportiert, da unsere Lady etwas undicht ist. Wir dachten, dass dies
der letzte Regen dieser Reise sie. Aber dazu mehr gleich von Tim. Da
soll es auch schon zum Startschuss gewesen sein Auf gehts zum Tag2!
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2. Etappe "Hohberg - Angoulême" (830 km)
- 28.02.2010
(posted by Tim)
Aufstehen um 05:45 Uhr. Frühstück um 06:15 Uhr und Briefing um 07
Uhr. Was für ein Start in die Rallye. Nachdem wir die Nacht im
Auto verbrachten (nachträglich haben wir heute morgen erfahren, dass
in der Nacht noch Fußball gespielt wurde in der Sporthalle - Eine
gute Entscheidung im Auto zu schlafen). Jedoch hat unsere Lady ein
Loch im Dach. Es regnete die Nacht stark. Das Auto ist groß. Aber
meine Hose lag natürlich genau unter dem Loch. Aber alles keine
Probleme. Trocknet ja. Nach ein paar Kilometern auf der Autobahn
Richtung Basel der Eintritt in Frankreich. Unser Spot Messenger lief
auf Hochtouren. 100 Meter auf französischen Boden, eine SMS von
Torsten S. "viel spaß in Frankreich". Auf ging es zur zweitlängsten
Etappe der Rallye quer durch Frankreich. Heftiger Wind erschwerte
uns die Fahrt. Mittlerweile erfuhren wir auch von der
Unwetterwarnung. Viele Impressionen konnten wir nun Sammeln. Maut
auf der Autobahn, Franzosen, die kein Englisch sprechen und einen
kleinen Umweg (Verfahren ist ein unschönes Wort... Dies bemerkte man
auch in Deutschland und rief uns an) kamen wir ins Unwettergebiet.
Heftiger Regen und Hagel waren die Folge. Aber das Wetter wurde von
Kilometer zu Kilometer besser. Teilweise sogar 17 Grad in der Sonne.
Nach 12,5 Stunden Autofahrt kamen wir in Angoulême an. Am Hotel sind
wir, wie fast alle Teams vorbei gefahren. Nach ein wenig suchen,
haben wir einen französischen Pizzabäcker gefunden, der ein wenig
englisch konnte. So wurde auch das Hotel gefunden, indem wir nun
sind. Für 11 Euro pro Person schlafen und Internet frei. Achja: Da
wir bis dahin nur gefrühstückt hatten, haben wir uns für ein
französisches Feinkostrestaurant entschieden. Direkt neben unserem
Hotel war McDonald. Aber für die daheim gebliebenen: In Deutschland
schmeckt es besser.
Morgen klingelt der Wecker um 05:45 Uhr. 07 Uhr ist wieder Briefing
und die längste Etappe geht los. Wir rechnen mit 13,5 Stunden
Autofahrt bis nach Madrid. Wir melden uns dann von dort.
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3. Etappe "Angoulême - Madrid (Getafe)"
- 01.03.2010
(posted by Stefan)
Heute sollte die längste Etappe anstehen. Von Angoulême bis
Madrid - ca. 900km.
Wecker hat geklingelt um 5:45 Uhr. Nach den obligatorischen 5
Minuten dann auch schnelles aufstehen, damit man vor der "Meute"
noch schön duschen kann. Zum Glück ist es im Hotel akkorat sauber
(man merkt schon, dass wir mit VIELEN Abenteuerlustigen aus den
neuen Bundesländern auf der Reise sind).
Kurze Info zwischendurch: Mit einigen Teams haben wir uns beim gemütlichem (verdienten!) Feierabendbier über den Verbrauch unterhalten. Mit unseren geschätzten 10 Litern könnten wir hier den Umweltpreis bekommen :) Die meisten liegen zwischen 15 und 25 l / 100km. Sportliches Ergebnis. Dazu muss man sagen, dass ein Team sogar Feuerholz auf dem Dach transportiert!
Zurück zu unserer heutigen Etappe. Das
morgendliche Briefing haben wir schon gestern Abend genossen, so
dass wir pünktlich um 6:30 Uhr vom Hof des Hotels in Frankreich
gefahren sind. Da wir eine Zimmergemeinschaft mit anderen Teams
gemacht haben und diese sich gegen ein Frühstück im Hotel
entschieden haben, hat der Magen noch etwas geknurrt. Nach den
ersten Hundert Kilometern sind wir dann an die Tanke gefahren. Nach
dem Check vom Reifendruck und sämtlicher Flüssigkeiten hat der
Hunger gesiegt. Ein französisches Croissant und ein wabbeliges
Baguette - 5,50€. Und wieder hatten sich die Franzosen bestätigt.
Bisher das unsympathischte Volk der Reise, die Spanier holen aber
auf... und wir sind noch einen Tag in Spanien! Warum wir die
Froschfresser NICHT mögen? Hier ein paar Beispiele: Sie haben keine
Klos, sie haben uns mit der Maut abgezockt und weigern sich,
englisch zu sprechen! Heute auf der Route durch die Pyrenäen haben
wir auf einer Gesamtstrecke von ca. 80 km ungefähr 25,-€ den
Wegelagern in den Hals geworfen. Gut, dass an der einen Station nur
Tim verstanden hat, dass ich den unfreundlichen Typ "Hackfresse"
genannt habe! Und so haben wir heute Kilometer um Kilometer
abgespult. Einige Sorgen haben wir uns gemacht, als unsere Lady in
den Bergen immer etwas die Puste ausgegangen ist. Aber anderen Teams
ging es genauso, schließlich war es heute wieder ordentlich windig,
so dass die Nadel die 80 (Berg runter) nur selten ereicht hat. Je
näher wir uns dem Etappenziel Madrid näherten, desto wärmer wurde
es. Wir saßen heute schon mit dem T-Shirt im Auto, kein Wunder, bei
21°C Außentemperatur. Das Meer haben wir auch schon gesehen, sind
dafür sogar von der Autobahn abgefahren und die Wirren einer
spanischen Großstadt dafür in Kauf genommen. Wer unseren
Reiseverlauf beobachtet, wird nun wissen, dass wir NICHT am Meer
waren! Wir hatten uns einige Male in der City verfahren, so dass wir
zum Entschluss gekommen sind, dass die Franzosen auf unserer Liste
aufholen: "Auch Sie sprechen/verstehen kein Englisch!"
Also, wieder rauf auf die Bahn und weiter in den Süden, durch
umwerfende Gebirgslandschaften malerische Dörfer und Bergen von
Müll. Überall Müll. Das ist natürlich mit unserem Ordnungssinn nicht
zu vereinbaren.
Nach ca. 12 Std erreichten wir Madrid. Die größte Stadt der Rallye.
Die Anweisungen in unserem Roadbook beschränkten sich auf Worte wie
"...dann kurz in Richtung Madrid..." und ähnliches. Es kam, wie es
kommen musste. Wir waren GANZ nah dran - haben uns dann aber doch
verfahren. Und schon waren wir wieder bei unseren Problemen. Die
Dussels sprechen kein Englisch! Nach unzähligen Versuchen (direkt in
der City von Madrid) den Weg zum Hotel zu finden und einige
Erklärungen auf spanisch, haben wir es dann noch mal auf eigene
Faust versucht. Eine Tanke brachte das Glück. Der motivierte
Tankwart wusste (natürlich) von nix. Aber eine schöne Unbekannte -
ich glaube Sie hieß Paola - malte uns eine Weltklasse-Karte. Diese
hat uns dann ins Ziel geführt. Im Ziel angekommen (wie immer ein
Hotel an der Autobahn, mitten im Industriegebiet) merkten wir
ziemlich schnell, dass nicht nur wir ein Navigationsproblem hatten.
Die Orgs haben auch gleich eingeräumt, dass das gesuchte Schild gar
nicht (mehr) zu sehen ist. OK. Danke! :)
Alle Teams haben es aber mehr oder weniger pünktlich geschafft.
Gestern hatten wir ein französisches Feinschmecker-Restaurant, hier
gibt es heute nichts - außer Industrie. Also die schnelle Idee: wir
weihen den Gaskocher ein. Also gab es für Tim Feuertopf und für mich
Ravioli. Das haben auch alle anderen Teams so gemacht. Und bei einem
winzigen Slimowitz (wird das so geschrieben?) und einer lustigen
Runde auf dem Hotelparkplatz mit Campingstühlen und Bier über die
bevorstehenden Etappen geplaudert. Morgen geht es dann weiter in
Richtung SONNE! Heute hatte ich schon bedenken, Fernfahrerbräune zu
bekommen (nur der linke Arm), aber die ersten Pigmente werden sich
wohl bald färben. Nächster Stopp morgen San Rogue. Die 4. Etappe ist
auch nicht sooo lang, nur 610km. Das sitzen wir mittlerweile auf
einer A...backe ab!
Es gestaltet sich zunehmend schwieriger, die Reiseberichte online zu
bekommen. Wir versuchen unser Bestes, schaut einfach rein!
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4. Etappe "Madrid (Getafe) - San
Roque" - 02.03.2010
(posted by Tim)
Kälte - Regen - Berge und Klippen - nette Spaniern. Aber der Reihe
nach. Wie jeden Tag 05:45 Aufstehen. Immer noch geärgert über die
nette Spanierin vom Empfang im F1- Hotel, die es nicht für nötig
hält englisch zu sprechen und das Passwort für das WLAN zu wissen.
Naja wenigstens gab es Frühstück (Croissant und Marmelade und dazu
Saft). 07 Uhr Briefing. Anschließend sind wir wieder auf die Piste.
Auf dem Haway ist die Hölle los. Wie im Film. Madrid ist eine
riesige Stadt. Wir verpassten gleich die erste Ausfahrt und schauten
uns gleich noch Getafe an. Nach dem kleinen Ausflug wieder auf die
Bahn. Immer in Richtung Cordoba. Wir stellten fest, dass Spanien
sehr kahl ist. Nach einigen Tankstopps (pullern muss ja sein),
dachten wir uns: Auf gehts Richtung Meer. Hm... Hätten wir das mal
gelassen... Ab auf eine kleine Nebenstraße Richtung Otiba. Die
Straße führte immer mehr in die Berge. Es regnete und der Nebel war
kein Nebel, sondern die Wolken. Immer höher den Berg rauf. Die
Straße wurde einspurig, links die Felswand, dann 2 Meter Straße und
rechts der Abgrund. Dieser führte sehr tief runter. Nach
angespannten Minuten, wir wussten selber nicht mehr, ob der Weg
Richtig war, kamen wir in Otiba an. Aber nach Meer sah hier nichts
aus. Immer mehr Berge. Ein netter Spaniern (er konnte zwar kein
Englisch, aber mit den Füßen konnte man sich auch verständigen),
holte er prompt seinen LKW und brachte uns auf die nächste
Hauptstraße. Und dann endlich Meer. Es folgten noch ca. 100 km bis
zum Campingplatz in San Roque, den wir diesmal ohne Probleme
gefunden haben. Ein Campingplatz unter deutscher Führung. 10,10 Euro
pro Person. Ein Haken hatte dies trotzdem. Ich habe meine teuerste
Pommes in meinem Leben gegessen. 4,75 Euro. Die Spaniern holen auf
in der Beliebtheitsskala. Durch unseren Umweg durch die Klippen von
Otiba war diese Etappe knapp 800 km lang.
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5. Etappe "San Roque - Algeciras - Tanger - Larache"
- 03.03.2010
(postet by Stefan)
Heute ein kurzer Bericht - müssen gleich los...
Ein großer Tag steht bevor - wir verlassen EUROPA!
Somit ging es früh (wir lernen langsam Ost-Deutsch) auf in Richtung
Algeciras. Nach einem entspannten Einkauf beim spanischen Lidl, dann
auf zur Fähre. Langsam trudelten alle Teams ein und lernten sich
nochmals kennen. Da dies der erste Pflichttreffpunkt war, waren nun
alle Teams vereint. Nach einigen Stunden Wartezeit dann auf die
Fähre. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass, wenn wir nicht vorab
gebucht hätten, die Fähren nicht mehr gefahren wären. Es war ein
BISSCHEN Wellengang! :)
Aus diesem Grund habe ich Tim auch die gesamte Fahrt Gesellschaft
auf dem Deck geleistet. Also "Kapitän zur See" wird er in diesem
Leben nicht mehr. Aber: Wir haben mehr Seemeilen als ein Kamerad aus
der Feuerwehr (Namen der Redaktion bekannt)
Nach 3 Stunden dann Einlauf in Tanger. Die Zollabfertigung lief ganz
gut - hat auch nur ca. 2,5 Std. gedauert. In der Zeit haben wir die
ersten Euros getauscht. Anschl. ca. 80 km bis zum Zeltplatz. Wieder
Maut. Insgesamt ca. 3,-€!
Auf dem Zeltplatz angekommen schnell ne Dose auf den Kocher, nen
San Miguel an den Hals und ab ins Bett!
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6. Etappe "Larache - Marrakech" - 04.03.2010
(posted by Tim)
Durch die Zeitumstellung: Aufstehen um 07 Uhr und Briefing um 08
Uhr. Der Campingplatz in San Roque war ein Traum gegen den von
Larache. Ich meine er war kostenlos für uns. Dafür gab es eine
Dusche für knapp 500 Besucher. Aber das tolle an einer Rallye und an
Afrika: Man freut sich schon mittlerweile über Kleinigkeiten. Bei
uns war es das Haare waschen unter dem Waschbecken. Das kalte Wasser
war egal. Ein Traum. Beim Briefing wurden wir vor den vielen
Blitzern und den Polizisten in Marokko gewarnt. Wir entschieden uns
mit 7 anderen Teams die Route durch den Atlas zu nehmen. Ein wenig
Landeskultur kennenlernen. Die Lady läuft ja auch blendend. An
dieser Stelle sei erwähnt, dass ich das Tagebuch dieser Etappe
während der Fahrt schreibe, da wir immer noch nicht da sind. Die
Route ist von den Eindrücken die Beste bisher. Dafür ziehen sich die
Kilometer. Gestartet sind wir um 08:30 Uhr. Wir denken, dass wir
gegen 22 Uhr, vielleicht auch sogar erst später in Marrakech
eintreffen.
Heute ist auch der erste Tag mit Sonne. Fast 20 Grad. Wir sitzen im
Auto mit T- Shirt. Zwischenzeitlich waren es fast 50 Grad in der
Lady. Die Sonnenbrillen sind gezückt und dem heimlichen Paris von
Afrika entgegen gefahren. Heute sind wir wieder Berge (mit Klippen)
gefahren. Unheimliche weite Landschaften mit einer atemberaubenden
Stille sind zu genießen. Freut Euch auf die zahlreichen Fotos. Zu
den Autobahnen vor dem Atlasgebirge ist zu sagen, dass dort
anscheinend jeder machen darf was er möchte. So wird dort gewandert,
oder auf den Bus gewartet. Die Beladung der LKW's steigt in den
Himmel. Die Gastfreundlichkeit der Marokkaner ist gut. Es wird
überall gewunken und geholfen, wenn nach dem Weg gefragt wird. Mal
schauen, wann wir in Marrakech sind und kommen morgen mit einem
Bericht vom Ruhetag.
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Ruhetag in Marrakech - 05.03.2010
(posted by Tim)
Endlich angekommen in Marrakech. Gestern waren wir um 23:30 Uhr auf
dem Campingplatz. Dies führte auch dazu, dass wir gar nichts bzw.
ich eine Dose Bohnen (kalt) gegessen haben. Nach einer Dose San
Miguel ging es auch ins Bett. Die Anstrengung der langen Woche
machten sich bemerkbar. Ist kein Kindergeburtstag. Dafür konnten wir
ausschlafen. Bis 12 Uhr. Wir wurden durch mehrere Vau's geweckt. Die
haben wir bis jetzt nur im Zoo gesehen. Das werden wohl aber auch
nicht die letzten Tiere gewesen sein die wir sehen, die wir nur aus
dem Zoo kennen. Nach einem Frühstück bei gut 20 Grad in der Sonne
entschlossen wir uns mit einigen anderen Teams nach Marrakech auf
den Markt zu fahren. Der Campingplatzbesitzer hatte ein eigenes
Taxi. Dies kam dann auch. Aber erst mussten noch 12 Gaspullen aus
dem Bus geholt werden. In Deutschland unmöglich! Aber es wurde noch
besser. Wir fuhren mit 18 Personen im Bus (12- Sitzer) in die Stadt.
Ich musste aus Platzgründen auf dem Fußboden sitzen. Das geht wohl
nur in Afrika. Angekommen ging es auf den Markt. Ein absolutes
Erlebnis und eine Geruchsexplosion für die Nase bei den ganzen
Gewürzen. Der Hammer! Ganz viele enge Gassen und viele kleine Läden.
Abends trafen wir uns mit vielen Teams an den Essensständen 42 und
22 und schlemmten. Wir wussten zwar nicht, was es teilweise war, aber
sehr lecker. Rückfahrt um 22 Uhr und anschließend gemütliches
Beisammensein mit den anderen Teams bei San Miguel. Achja: Der Campingplatz hat 3 Euro pro
Person und Nacht gekostet. OK! Die Ansprüche sinken auch.
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7. Etappe Marrakech - Aglou Plage - 06.03.2010
(posted by Tim)
Wieder frühes Briefing um 07 Uhr. Aufgrund der Wetterverhältnisse
entschieden wir uns für die Standardroute und nicht durch den Atlas.
Im Nachhinein eine gute Entscheidung, da Straßen weggespült, Nebel
mit Sicht unter einem Meter war. Also alles richtig gemacht. Von Kilometer
zu Kilometer wurde das Wetter besser. Zwischenzeitlich regnete es
mal wieder "Endlich mal wieder Regen", aber es wurde wärmer.
Die ersten Kilometer ging es wieder in Ausläufe vom Atlas.
Gebirgsstraßen hoch und runter. Aber am letzten Berg zahlte sich die
Quälerei aus. Ein grandioser Ausblick auf den Atlantik. Dies mussten
wir gleich fotografieren. Dabei trafen wir zwei Motorradfahrer.
Einen Dänen und einen Griechen, die sich im Internet kennengelernt
haben und nun eine Motorradtour geplant haben. Nach einem kurzen
Gespräch auf Englisch hielt ein Taxifahrer aus Marokko. Probleme mit
seinem Motor. Er fing an einen Ölwechsel zu machen. Gemäß dem Motto
"Gruppe macht stark" halfen wir ihm dabei. Ja ja, die netten Jungs
aus Deutschland. Der Taxifahrer überglücklich. Auch dies hätte es
nie in Deutschland gegeben - Einen Ölwechsel in der freien Natur.
Das Öl lief natürlich in den Boden... Anschließend hielten wir am
Strand und kontrollierten das Wasser. Mittlerweile waren es draußen
fast 25 Grad und in unserer Lady 48,6 Grad (bis hierher
Höchsttemperatur). Selbst ich schwitzte beim Fahren. Kurz vor Agadir
traumhafte Blicke auf den Atlantik. Hier ist anscheinend auch ein
Surferparadies. Aber die Kilometer zehrten sich auch heute. In
Agadir kauften wir noch mal großzügig ein. Das letzte Mal zu
normalen Preisen. Aber auch heute sind wir wieder im dunkeln
angekommen. Das wird sich wohl nicht mehr ändern. Konnten das erste
Mal unsere Dachscheinwerfer ausprobieren. Dafür um 22 Uhr immer noch
20 Grad. Essen wurde auf dem Gaskocher warm gemacht (Ravioli und
frisches Baguette). Danach gemütliches Beisammensein mit den anderen
Teams bei San Miguel. Ach ja: Dosenbier ist cool. Campingplatz
kostet 3 Euro pro Person und es gibt Warmwasser mit zwei Toiletten. Yeaha!!! Die Lady läuft immer noch super!
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8. Etappe "Aglou Plage - Laayoune" - 07.03.2010
(posted by Tim)
Ab heute nur noch Wärme. Und wir meinen richtige Wärme. Heute sind
wir im Konvoi mit den Teams "Wüstenblitz" und dem Team von Antje und
Frank unterwegs. Als wir von unserem Campingplatz runter sind haben
wir schon unfreiwillig den Hafen vom nächsten Ort angeschaut. Wir
nennen es mal "nicht verfahren". Wir haben uns kulturell
weitergebildet. Da Antje und Frank noch tanken mussten, haben wir
einen kleinen Stopp an einem Fluss gemacht. Dabei wurde das Team
Wüstenblitz glatt beklaut (ein Stofftier vom Armaturenbrett). Wir
hatten zum Glück abgeschlossen und die Fenster oben. Vollgetankt
ging es weiter in die Berge. Wetter war super. Schöne 20 Grad bei
blauen Himmel. Kilometer für Kilometer ging es voran. Nach und nach
wurde es immer platter und platter und der Sand wurde mehr. Vorsicht
war geboten. Beim Briefing am morgen, wurde auf die Skorpione
hingewiesen! So ging ein wunderschöner und anstrengender Tag zu
Ende. Zu erwähnen ist noch, dass wir manchmal sehr nett empfangen
werden, aber manchmal auch das Gegenteil erleben. So werden die
Autos, wenn nicht angehalten wird, bespukt oder teilweise mit
Steinen beworfen (mit den Steinen wurde uns nur erzählt). Die Armut
herrscht hier massiv. Nun zur Lady: Sie läuft und läuft. Den ersten
Defekt haben wir trotzdem: Beim schließen des Fensters der
Beifahrerseite ist die Fassung der Kurbel gerissen. Das Fenster
bleibt somit oben. Gute Voraussetzungen für die heißen Tage in der
Wüste. Wir haben zwar versucht es zu reparieren (wirklich!!! - Fotos
kommen nach), aber keine Möglichkeit gefunden. Es gibt schlimmere
Defekte bei anderen Teams! Angekommen am Campingplatz sind wir
wieder im Dunkeln. Dafür einen total schönen Sonnenuntergang
beobachtet und fotografiert. Der Campingplatz ist übrigens mitten in
der Wüste und der See (Kalle weiß bescheid, ist der Atlantik). Die
Toiletten (es gab nur eine) und die Duschen waren OK, aber wir sind
froh über alles was wir haben.
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9. Etappe "Laayoune - Dakhla" - 08.03.2010
(posted by Tim)
7 Tage vor Eintritt ins Malaria Gebiet und absolute Hitze. Beim
Briefing wurde hingewiesen, dass wir in Dakhla nochmals Getränke und
Diesel kaufen sollen. Durchschnittlicher Verbrauch zum Trinken sind
4,5 bis 6 Ltr. Wasser pro Person. So ging es los. Noch mal 600
Kilometer. Heute sind die Temperaturen nochmals gestiegen.
Fernfahrerbräune stellt sich ein. Im Konvoi mit 4 Teams sind wir
los. Nach einigen Kilometern in der Wüste anhalten zur Mittagspause.
Wir waren gespannt, ob das unser Magen aushält. Wir essen zur Zeit
nur zwei Mahlzeiten, was aber vollkommen ausreicht. Haben ja auch
kaum Zeit dafür. So hielten wir in einer Stadt und bestellten
marokkanisches Huhn mit Pommes. Da kann man nicht viel falsch machen
und es war sehr lecker. Mit vollen Magen ging es weiter. Die Orgs
sprechen jeden Morgen explizit die Blitzerkontrollen der Marokkaner
an. Und wir los zum nächsten Strand. Und ratet, was passiert...
Erstes Auto eines der Orgs und wir alle hinterher. Stefan sagt noch
zu mir: "Schau mal ein Tempolimit. Sollten wir bremsen?" Als Stefan,
dann die Polizisten sah, latschte ich auf die Bremse und wir hatten
alle Glück, außer die .... Ja richtig. Die Orgs. Gelasert in einer
30er Zone mit 87. Na ja, wir alle weiter und der Falk konnten mit
den Cops verhandeln! Vermutlich eine Flasche Wein für den
Polizisten. Dafür einen traumhaften Strand gesehen und gehalten. Wir
sind dann erstmal an den kilometerweiten Strand und das Wasser
getestet. Zwischenzeitlich waren es 67,8 Grad im Auto. Da tut eine
Abkühlung echt gut. Anschließend sind wir weiter und sind von
Kilometer zu Kilometer, durch die heiße Wüste, in Dakhla angekommen.
Wüste heißt auch Wüste. Nur noch Sand. Zwischenzeitlich noch an der
Steilküste gehalten und den Sonnenuntergang fotografiert mit den
anderen Teams und dann im Dunkeln auf den Campingplatz. Jetzt sind
wir wieder ein wenig gesunken in den Ansprüchen. Die anderen Teams
bauten ihre Zelte auf und wir... Auto aus und fertig. In der
Zwischenzeit ein gemütliches San Miguel und den Abend mit den
anderen Teams ausklingen lassen. Ach ja: Es wird abends durch den
Wind in der Wüste kühl, so dass wir uns eine leichte Sommerjacke
überziehen mussten. Da wären wir auch bei den ersten Sonnenbränden
im Jahr 2010. Juhu. Aber jetzt sind wir mitten drin in der Rallye.
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Ruhetag in Dakhla - 09.03.2010
(posted by Tim)
Briefing um 10 Uhr. Es wurde nochmals auf den erhöhten
Wasserverbrauch im Körper hingewiesen. 6 Ltr. am Tag pro Person. So
sind alle noch mal nach Dakhla gefahren und haben ihre Wasservorräte
und Dieselreserven aufgefüllt. Wir haben 120 Ltr. Diesel getankt
(inkl. Kanister) und haben 50 Euro bezahlt. Cool. Wasser haben wir
jetzt 90 Ltr. Das sollte auch reichen. Zu erwähnen wäre hier noch,
dass wir wieder am Auto geschraubt haben. Wir sollten doch zum Kfz-
Mechaniker umschulen. So haben wir unseren Luftfilter ausgebraut und
entsandet. Anschließend haben wir bei einem anderen Team geholfen
und dort das Unterbodenblech mit angebaut. Danach ging es an den
Strand bei 30 Grad Sonnenschein. Das Wasser war super. Abends haben
wir ein neues Spiel kennengelernt. Fluffiball. Wir freuen uns jetzt
schon auf Vatertag. Der Tag wurde beendet beim Lagerfeuer und San
Miguel. Einen netten Plausch mit einer Deutschen, die ebenfalls auf
dem Campingplatz war wurde auch geführt. Sie wunderte sich über die
große Anzahl der Autos aus Deutschland und Österreich. Morgen geht
es um 09 Uhr weiter auf die Piste!
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10. Etappe Dakhla - versteckte Düne vor Mauretanien - 10.03.2010
(posted by Tim)
Kurzes Briefing, bei dem allen Teams mitgeteilt wurde, dass für die
Ausreise aus Marokko, weitere Kopien (2x) des Fahrzeugscheins
benötigt werden. So mussten alle Teams um 08 Uhr nochmals nach
Dakhla fahren und eine Kopie in den zahlreichen Copy- Shops machen
zu lassen. Mittlerweile waren wir schon gewohnt in
französisch/englisch mit den Besitzern zu verhandeln. So haben wir
für die zwei Kopien 10 Cent bezahlt. Nun ging es weiter mit unseren
befreundeten Teams Richtung Nouadhibou. 320 Kilometer quer durch die
Wüste bei fast 40 Grad im Auto. Und es sollte noch heißer werden.
Die Strecke zog sich, da wir ja alle 4,5 bis 6 Ltr. Wasser trinken
sollten. So mussten auch alle immer wieder in die Düne und eine
sanitäre Entspannung nehmen. Angekommen am Checkpoint, ging es im
Konvoi an die Düne, da das Militär/Polizei es nicht gerne sieht,
wenn Personen zwischen den Dünen schlafen. Da wir dann im Konvoi in
die Wüste an die Dünen fahren, wollte man sie vor vollendete
Tatsachen stellen. Dies hat bisher auch immer ganz gut geklappt.
Bisher... Unser Kameramann, der die Rallye dokumentiert, wollte ein
Seuenz drehen und die ersten Autos fuhren (wir waren dabei) und es
kam wie es musste. Wir an der Düne mit 6 Autos und der Rest an der
Straße und der Militärposten kam. So war er diesmal in der besseren
Verhandlungsposition. Die Orgs mussten lange verhandeln und am Abend
besuchte uns der nette Mensch und trank das ein oder andere
Kaltgetränk und bekam einige T- Shirts... Die Düne war der Hammer.
Riesengroß und gaaanz viel Sand. So sind wir alle hoch und es wurde
mit dem Snowboard gesurft oder einfach nur die Düne
runtergesprungen. Dies machten Stefan und ich natürlich auch. Der
Sand war überall danach. Aber spaß hat es gemacht. Einigen Teams
mussten ihre Autos auch an der Düne probieren. Probieren. Ja richtig
gehört. Stefan und ich halfen anschließend einem Team aus Österreich
aus dem Sand. Sie haben es nicht ganz geschafft. Dafür gab es auch
ein gemeinsames Bier. Schön warm, aber egal. Abends wurde noch
gemeinsam mit den anderen Teams bei San Miguel der Abend
verabschiedet. Morgen soll ein anstrengender Tag mit dem
Grenzübertritt nach Mauretanien kommen. Wir sind gespannt.
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11. Etappe Versteckte Düne - Grenzübertritt - Große Düne -
11.03.2010
(posted by Tim)
Was für ein Tag. Gefahrende Kilometer: ca. 60. Als wir los sind ging
es das erste Mal durch Schotterpiste und Sand. Die Lady läuft immer
noch wie ne Eins. Da wir jeden Tag verschiedene Fahrzeug- Checks
durchführen müssen (Motoröl, Kühlwasser...) können wir Euch
berichten, dass wir bisher noch keine Flüssigkeit auffüllen mussten.
Alles im grünen Bereich. Anderen Teams geht mittlerweile das Öl aus,
da immer wieder nachgekippt werden muss. Nach ca. 50 km kam die
Ausreise aus Marokko. Wir standen dort schonmal 2 Stunden in der
Sonne. Die Grenzposten fragten jedes mal nach Geschenken. Würde es
in Deutschland auch nicht geben. Wir schenken ein Ravenol- Cap. Ca.
10 Minuten später lief uns ein Junge mit einem Ravenol- Cap
entgegen. Ratet mal, wo das Cap vom Grenzposten ist... Weiter ging
es mit einem Gruß von einem Grenzposten: Welcome in Marokko. Wir
fuhren gerade aus Marokko raus. Komisch die Leute hier. Hier trafen
wir unsere Wüstenguides und fuhren über Schotterpiste durch das
Niemandsland bis zur mauretanischen Grenze. Erster Kontrollpunkt
Kontrolle des Visums, zweiter Kontrollpunkt war Polizei und Zoll. Da
die Männer an der Grenze gerade neue Computer bekommen haben und nun
die Formalitäten in den Computer eintragen mussten dauerte dies
(Einfingersystem). Grund für die EDV- Systeme ist, das das
Grenzgebiet zum Militärgebiet erklärt wurde, nach den letzten
Entführungen. Gut für uns, schlecht für die Durchlaufzeit von knapp
50 Teams. Beginn der Etappe war 08:30 Uhr. Beendigung des
Grenzübertritts war 20 Uhr. Dies war anstrengend und am Ende sehr
nervend. Vor allem, da wir alle in der prallen Sonne der Wüste
standen. Temperatur im Auto über 50 Grad. In der Sonne draußen ein
wenig mehr. Als wir abends endlich an der Düne angekommen sind,
wurde noch schnell gekocht und der Abend bei einem San Miguel mit
den anderen Teams beendet. Alle waren fertig und gingen schnell ins
Bett. Wir sind auf den morgigen Tag gespannt und hoffen auf mehr
Kilometer. Wird aber auch nicht schwer..
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12. Etappe Große Düne - Dünen - 12.03.2010
(posted by Tim)
Erster Tag durch die Wüste. Nach einem kurzen Briefing sollte es los
gehen, um die verlorenen Kilometer vom gestrigen Tag aufzuholen. 8
Stunden Grenzübergang waren doch schon sehr viel und in der
Rallyegeschichte noch nicht passiert. Die Fahrt ohne Probleme gelang
uns aber nur 200 Meter. Nach dem ersten Anstieg vom Lagerplatz über
die erste Düne, setze ein Team so stark auf, dass deren Stoßdämpfer
kaputt gingen. Nach einigen Ratschlägen fuhr das Team nun mit
weniger Gepäck und kaputten Stoßdämpfern durch die Wüste. Nach ca.
15 Kilometern ging es ab von der Straße, rein in den Sand. Ein
weiteres Briefing mit Tipps für die Sandfahrt folgte und los ging
es. Die Temperatur stieg und stieg. Bodenwellen stellten sich als
gefährlich raus. Meistens ist es nicht nur eine Bodenwelle, sondern
mehrere Aufeinanderfolgende. So schlugen wir nach der Mittagspause
(in der prallen Sonne), so stark auf, dass unser Dachgepäckträger 20
cm nach vorne rutschte und die Halterung am Dach brach. Die
Halterungen sind gerissen und da kein Schweißgerät vorhanden war,
fahren wir nun ohne Dachgepäckträger weiter. Schade. Aber Sicherheit
geht vor. Kaum ein Team kam ohne Schaden davon. Aber gut das wir
unser Bodenblech hatten. Die Lady läuft und läuft. Selbst bei den
heißen Temperaturen läuft sie noch rund. Nach knapp 8 Stunden bei
über 50 Grad kamen wir am Übernachtungsplatz an. Wieder eine große
Düne. Viel viel Sand.
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13. Etappe Dünen - Strandcamp - 13.03.2010
(posted by Tim)
Nach einigen Kilometern quer durch die Wüste mit unseren
Wüstenführern, ging es weiter durch den Sand. Nun wurde es aber noch
schwieriger. Zu den Tiefsandpassagen und der Hitze kamen nun noch
Dünenauf- und Abfahrten dazu. So wurde die Luft in den Reifen
reduziert (wir fuhren mit 1 Bar in den Reifen). Viele Teams sandeten
sich ein (unsere Schaufeln wurden bereits massiv genutzt). Aber
unsere Lady schaffte dies ohne Probleme. Zur Hitze: Wir hatten
gestern 68 Grad im Auto. Bevor wir nun zur Strandfahrt ansetzen
konnten, passierten wir ein Dorf. Hier herrschte die absolute Armut.
Die Kinder kamen schnell Richtung Autos gerannt und wollten
Geschenke und prügelten sich drum. Daher ging es schnell weiter. Mit
viel Schwung ging es über eine Düne an den Strand. Wir mussten
schnell durchkommen, da wir die Ebbe ausnutzen mussten um weitere
Kilometer voran zu kommen. Am Ziel angekommen wurden die Autos am
Strand platziert und ins Wasser gesprungen (herrliche 40 Grad -
Wasser bestimmt 25 Grad). Abends am Lagerfeuer wurde der Geburtstag
von Torsten (Organisation) mit viel Bier gefeiert. Dies ging auch
länger, da wir morgen erst um 13 Uhr losfahren konnten, da dort Ebbe
ist. Zu erwähnen ist noch, dass es bereits die ersten Ausfälle zu
verzeichnen gibt: Team Sandlover hat einen Kupplungsschaden und muss
morgen abgeschleppt werden. Einer der Trooper bekommt seine
Untersetzung nicht mehr raus und fährt nun die ganze Zeit mit Allrad
und hat dadurch einen Benzinverbrauch von knapp 30 Ltr.
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14. Etappe Standcamp - Nouakchott - 14.03.2010
(posted by stefan)
Heute sollte es erst gegen Mittag weiter gehen... und das ist auch
GUT so!
Wobei wir eine schlaue Theorie erstellt haben (gemeinsam mit Robby
und Matthy von den Wüstenblitzen): "Hier in den islamischen Ländern
wir kein Alkohol getrunken. Warum sollten die hier Geräte zum Pusten
haben???" :)
Der gestrige Geburtstag vom Org Torsten war ein gelungener Abend.
Torsten hat sich nicht lumpen lassen und es gab unsere
Lieblingsmarke: "Freibier"
Aber auch Rum, Whisky und andere wohl schmeckende Getränke direkt am
Atlantik-Lagerfeuer. Nach vielen Heldengeschichten vom Einsanden,
Freischaufeln und guuuuten Witzen gingen wir ins Bett. Muss so ca.
Halb gewesen sein. Die Uhrzeit spielt hier in Afrika nur eine
geringe Rolle. Für unser Frühstück haben wir uns einen besonderen
Ort gewählt. Mit unseren Stühlen und einer Steinecke-Kisten haben
wir uns in die Fluten des Atlantik gesetzt und bei Sonnenschein
gemütlich unser Dosenbrot gemampft. Bis zum Mittag haben wir dann
unsere 3-4 Liter Wasser im Körper. Aber das Gute ist, dass sich der
Körper an die Menge gewöhnt hat und wir nicht alle 10 Minuten eine
Pinkelpause einlegen müssen. Es wird immer wärmer, zum Glück spürt
man das durch den frischen Atlantik-Wind nicht zuuuu sehr. Es ging
weiter. Direkt am Strand entlang. Wahnsinn. Rechts der türkisblaue
Atlantik, links Dünen. So haben wir uns das vorgestellt.
Strandauffahrt war auch ok. Es haben sich 2 Teams eingesandet. Eins
davon waren wir. Allerdings waren wir das zweite Team was gefahren
ist und die Instruktion war etwas missverständlich. Naja. Was solls...
Wir fuhren unserem Etappenziel weiter entgegen. Nouakchott. Was wir
wussten: ca. eine Million Einwohner, Müll, Kriminalität und wir sind
immer noch in Mauretanien. Das gefährlichste Land der Rallye. Am
Ortseingang standen wir dann vor der Entscheidung: Campingplatz,
Auberge (vergleichbar mit einer Jugendherberge) oder Hotel. Nach den
Tangen in der Wüste haben wir uns mit den befreundeten Teams für
eine Auberge entschieden. Und das war eine gute Entscheidung.
Internet, saubere Toiletten, Dusche (zwar nur kalt, aber die letzte
warme Dusche war sowieso schon eine Wochen her) und einen sehr
sympathischen Herbergs-Verwalter. Die Autos standen im sicheren
Innenhof - also alles super. Wir schliefen mit den Wüstenblitzen in
einem 4-Bett-Zimmer. Matthy hat zwei 5-Liter-Fässchen auf den Markt
geworfen, welche von der Herberge zuvor gekühlt worden. Das war
natürlich nicht kostenlos. Preis: 4 Hülsen.
Nach dem ersten Bier und einer netten Diskussion auf englisch waren
die letzten Worte des Herbergs-Verwalters nach der ersten 0,33er
Dose SanMiguel: "Normaly I drink tea"
Anschließend wurde er nicht mehr gesehen... :)
Irgendwann, muss so wieder gegen halb gewesen sein, ging es dann ins
Bettchen.
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15. Etappe Nouakchott- St. Louis (Senegal) inkl. Ruhetag -
15/16.03.2010
(posted by stefan)
Relativ fit starteten wir heute in die 15. Etappe. Zu erwähnen
sei noch, dass wir pro Person für die Auberge 5,-€ bezahlt haben
(nach einigen Verhandlungen). Andere Teams haben sich für den
Campingplatz entschieden. Nicht nur, dass sie mehr bezahlt haben,
nein, auch das Wasser auf dem Campingplatz war leider ausgegangen.
An solche Sachen gewöhnt man sich nach 2,5 Wochen Rallye aber recht
schnell und nimmt es gelassen. Die Campingplatz-Teams haben dann
eben nicht geduscht. Gibt schlimmeres. Zum Beispiel das Team der "Schlumiche".
Diese haben ihrem Namen alle Ehre gemacht. Sie suchten die halbe
Nacht und den Morgen Ihren Autoschlüssel. Dieser hat sich auf einem
Weg von ca. 10 Metern verselbständigt. Er war einfach nicht
aufzufinden. Um 7:30 Uhr wollten wir die heutige Etappen starten.
Nachdem das Schloss des Mercedes geknackt war, gab es noch weitere
Problemchen. Ein Team plagte Fieber und Durchfall, ein anderen
musste noch tanken und und und... Gegen 10 Uhr machten wir uns dann
im Konvoi auf den Weg in Richtung Senegal und der Grenzübertritt
machte uns einige Sorgen. Schließlich dauerte die Einreise nach
Mauretanien ca. 11 Stunden. Naja. Wir werden sehen. Über
Baustellenpisten, Feldwege und einem Damm schlichen wir im Konvoi
voran. Es war staubig, sehr staubig. Unser Weg führte auch durch
einen Vogelpark. Geile Sache. Keinen Vogel gesehen, aber
Vogelpark-Nationalpark-Gebühren bezahlt. Wenigstens Warzenschweine,
Pelikane und sonstiges afrikanisches Getier gesehen. Dann zur
Grenze. Alles super gelaufen. Ausreise Mauretanien 45 Minuten,
Einreise in den Senegal nur 2,5 Stunden - Rekord!
Zu Erwähnen sei noch, dass wir von der senegalesischen Polizei durch
den Senegal begleitet werden. Hinter uns entstand ein großes Loch,
so dass wir die Geschwindigkeit reduziert haben, um den Kontakt zu
halten. Prompt wurden wir von einem Straßenposten angehalten. Wollte
Versicherung sehen. Klar, kein Problem. Haben wir, aber im Auto der
Orgs - welches natürlich ganz vorn gefahren ist. Nachdem wir uns ein
bisschen haben anbrüllen lassen, wir ihm ´nen paar böse deutsche
Worte gesagt haben, ist der Zollbeamte von ganz hinten angefahren
gekommen und die Angelegenheit geklärt. Der hoch motivierte Polizist
war etwas angenervt, dass er uns ziehen lassen musste und wir sind
mit einem Lächeln im Gesicht weiter gefahren. Durch fiese Slums von
St.Louis zum heutigen Zeltplatz. Ganz ok. Ist relativ sauber.
Gestern Abend haben wir die BeachBar leer gesoffen und wieder gegen
halb ins Bettchen auf dem Campingplatz. Heute morgen dann mal an den
Strand schauen. Nachdem wir uns durch die Einheimischen gekämpft
haben ("My Friend. T-Shirts? Pssss Psssss My Friend").
Leider war der Strand nicht wie erwartet. Müll und nen angespültes
totes Schaf. Also kurz die Füße ins Wasser, Tim war bis zum Bauch
drin und wieder an den Zeltplatz. Jetzt relaxen und auf die
anstrengende morgige, letzte Etappevorbereiten.
Ca. 550km, Einreise Gambia und Fähre über den Banjul - River. Morgen
gehts auch SEHR zeitig los und wir werden sehr spät ankommen. Dann
ins Hotel und endlich mal wieder ordentlich duschen, uff Klo gehen
und was sonst so die letzten Wochen etwas zu kurz gekommen ist. Den
Ruhetag nutzen wir so, wie er vorgesehen ist. Chillen.
Freuen uns auf Europa. Müssen noch zur Botschaft und das
"Europaverbot" aufheben... anschließend noch zu den Orgs und unsere
Seemeilen quittieren lassen! :-)
Also dann. Sehen/hören/schreiben uns bald wieder!
Schöne Grüße aus dem Senegal nach Deutschland - übrigens haben wir
hier 35°C, Sonnenschein, Palmen und weißen Sand.
Ihr habs wenigstens auch weiß :)
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16. Etappe St. Louis - Banjul - 17.03.2010
(posted by Tim)
Gestern das letzte Briefing bekommen. Es sollte die schwerste und
stressigste Etappe werden. Alle wollten wieder früh ins Bett gehen.
Daraus wurde leider nichts. Die Beachbar bei Ramos wurde wieder leer
getrunken. Vorallem bemerkenswert als Ramos meinte: "Ich kann nicht
mehr, hier kann man das Licht ausmachen - ich gehe ins Bett" - und
alle waren alleine in der Bar. So ist das nun mal, wenn alle durstig
sind... An das warme Bier haben wir uns mittlerweile gewöhnt. Also
ab ins Bett um halb eins; aufstehen um 05:30 Uhr; Abfahrt um 06 Uhr.
Vor der Abfahrt mussten wir aber wieder einigen Teams helfen, die
sich eingesandet haben. Schönen Gruß an Kollege Dögel :-) Kurz nach
6 Uhr ging es dann los. Den Zollbeamten im Gepäck. Eskortiert ging
es durch einen Armenbereich und den Fischerhafen. Hat sehr gut
gerochen. Der Fisch lag ja auch schon seit gestern da. Heute waren
550 Kilometer angesetzt. Es ging über Straßen, Schotterpisten und
Pisten mit sehr großen Löchern. Wirklich großen Löchern... Ein
solches Loch haben wir mit unserer Lady voll getroffen. Es blieb
alles heile. Gott sei Dank. Einigen Teams ging es anders, so dass
sie mittlerweile am Haken waren und abgeschleppt wurden. Um so näher
wir an die Grenze kommen, um so mehr Kinder werden es auch, die an
den Straßen stehen und sich freuen, dass wir kommen, aber auch nach
allem was wir haben betteln. Aber auch "Steineschmeißer" hatten wir
wieder. Bisher wurde aber noch kein Auto getroffen. Dafür laufen
auch immer mehr Tiere über die Straße. Wir sind mit Robby und Matthy
gleichgezogen. Es steht 1:1. Nach dem überfahrenden Frosch von den
Beiden, haben wir gestern einen Vogel getroffen.
Die Temperatur stieg immer mehr. So hatten wir in Kaolack sage und
schreibe das erste Mal "High" auf dem Thermometer stehen. Dies
bedeutet nichts anderes als Temperaturen über 70 Grad. Die Luftfeuchtigkeit
stieg auch immer mehr. Wir kamen
aus dem schwitzen nicht mehr raus. Neben dem Fahren mussten wir auch
immer wieder an das Wassertrinken denken. 6 Ltr pro Tag pro Person.
Nicht leicht, vor allem, wenn das Wasser in den Flaschen durch die
Hitze fast kocht. Nen Tee konnte man da sicherlich schon mit machen.
Einige unfreiwillige Stopps mussten auch durchgezogen werden. In
praller Sonne ist der Zwillingsreifen vom großen Krankenwagen (Team
Tourist) geplatzt und musste gewechselt werden. Aber die Grenze zu
Gambia kam immer näher und die Freude wurde größer. Die Ausreise aus
dem Senegal war nach einer Minute und die Einreise nach Gambia in 10
Minuten durch (Rekord - letztes Jahr 6 Stunden). So ging es noch 15
Kilometer bis zur Fähre. Wir tranken ein warmes Bier auf dem Dach
unserer Lady mit Robby und Matthy und los ging es. Die Fähren sind
übrigens die alten Rheinfähren aus Deutschland. Anscheinend wird
alles verkauft. Die Brücke von Arnheim haben wir ja auch schon in
St. Luis gesehen :-)
Das Ziel vor Augen und endlich in Banjul. Die Lady hat durchgehalten
(wir mussten nicht mal Öl auffüllen oder einen Reifen wechseln) und
in Polizeieskorte ging es zum Heinz ins Blue Kittchen. Dort gab es
für alle Spaghetti und "kaltes" Bier. Anschließend sind wir in unser
Hotel gefahren und haben eingecheckt. Morgen geht es auf dem
Campingplatz vom Heinz weiter. Wir berichten wieder. Aber jetzt erst
Mal an den Strand. Es sollen heute wieder 50 Grad werden!
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1. Ruhetag in Banjul - 18.03.2010
Das erste Mal ausschlafen. Natürlich falsch gedacht. Kurz vor 8 ging
es zum Frühstück. Endlich mal wieder richtiges Frühstück mit
Brötchen und allen möglichen Früchten, Wurst und Käse. Alles was wir
bis dahin nicht mehr hatten. Man beachte, dass es bei uns jeden
morgen Brot aus der Dose gab. Nach dem Frühstück, wurde sich noch
mal ausgeruht und geduscht. Um 14 Uhr trafen wir uns mit einigen
Teams auf dem Campingplatz vom Heinz, wo das weitere Vorgehen
besprochen wurde. Weiterhin wurde das Auto, unsere Lady ausgeräumt
und von außen und innen gesäubert. Nicht ganz... Ein Angestellter
vom Heinz hat im Gegenzug für ein kleines Geschenk (Cap) das Auto
für uns gewaschen. Wir haben es nicht glauben können, aber er freute
sich wie ein kleiner Junge über das Cap. Anschließend sind wir mit
Matthy, Robby und den Dögels auf eine Automeile gefahren um
Ersatzteile zu verkaufen. Diese Automeile war nichts anderes als 4
Hinterhofwerkstätten. Aber für kleines Geld haben wir dort sehr viel
unter die Leute bringen können. Nach dem Verkauf mussten Matthy und
Robby einem Polizisten noch erklären, was Sportanschnallgute sind
und man nicht unangeschnallt durch die Gegend fährt. Anschließend
fuhren wir zum Abendbrot - sehr leckeres Steak und Bier. Wobei ich
mich bis heute Frage, wo meine Zwiebeln vom Zwiebelsteak waren, die
alle bekommen haben und ich nicht... Das ist halt Afrika: Mal gibt
es kein Wasser mehr und mal keine Zwiebeln... Hakuna Matata! Das
Bier ist übrigens von einer deutschen Brauerei. Jel Brew und sehr
lecker! Mit vollen Magen ging es dann auf DIE Touristenmeile um ein
wenig Bier zu tanken. Im netten "Ründchen" wurden wir auf das "Wow"
aufmerksam gemacht. Eine Disko um die Ecke. Dort mussten wir
natürlich auch hin. Eine einheimische Disko. Nach zahlreichen
Bierchen, einem eigenen Abräumer ging es so gegen Halb ins Bett. Der
morgige Tag sollte noch Anstrengend werden.
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2. Ruhetag in Banjul (inkl. Welcomeparty) - 19.03.2010
Gleich um 10 Uhr sollte es vom Campingplatz zu den Charity-
Projekten der NGO gehen. Wir sind in Afrika. Absolute Ruhe... So
hatten wir noch Zeit das Geschenk für den Ali abzugeben. Er freute
sich riesig und war ab sofort unser Freund! Gegen halb 11 fuhren wir
im Konvoi zu den Projekten. Darunter waren verschiedene Schulen und
Krankenstationen. Uns wurde von den Mitarbeitern der Schulen und
Krankenstationen über die Entstehungsgeschichte und der großartigen
Unterstützung berichtet. In den Schulen wurde für uns gesungen und
in der Krankenstation getanzt. Wir bekamen eindrucksvolle Bilder,
die wir wohl nicht mehr vergessen werden. Diesen Hilfsprojekten
übergaben wir auch unsere Spenden aus Deutschland (Schulmaterial, T-
Shirts, erste Hilfe- Material usw.), die mit großer Freunde und viel
Anerkennung angenommen wurden. Nach diesen Eindrücken entschlossen
wir, ins Hotel zu fahren um den Strand und den Pool zu testen. Um 19
Uhr begann die große Welcome- Party im Blue- Kitchen. Dort
servierten uns Heinz und seine Mitarbeiter Freibier und ein
wunderbares Buffet. Ein wundervoller und heißer Tag ging zu Ende.
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3. Ruhetag in Banjul - 20.03.2010
Der letzte freie Tag in Banjul. Heute testeten wir weiter unser
Hotel, den Strand und den Pool. Abends ging es noch an die Bar
"Final", wo wir uns an der Mauer der Rallye- Veteranen verewigten.
Anschließend fuhren wir mit den Organisatoren in ein Dorf, wo ein
Fußball- Match "Afrika - Deutschland" ausgetragen werden musste. Bei
40 Grad Fußball spielen ist nicht so einfach und so verloren wir
auch gegen die Platzherren 6:3 und holten uns einige Blessuren ab.
Aber Spaß hat es trotzdem gemacht. Anschließend fuhren wir noch zu
Torsten und Holger auf deren Grundstücke in Banjul, wo wir den Abend
im "Garten" bei dem einem oder anderen Bierchen und Geschichten über
Schlangen, Skorpione und Würmern ausklingen lassen haben.
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4. Ruhetag in Banjul (inkl. Versteigerung der Fahrzeuge) -
21.03.2010
Letzter Tag der Rallye. Nach dem Frühstück verstauten wir unser
Gepäck in der Hotelrezeption und fuhren um 10 Uhr ins Stadion von
Banjul. Die ersten Käufer begutachteten die Fahrzeuge und wir
mussten zahlreiche Fragen über das Fahrzeug, unserer Lady,
beantworten. Um 11 Uhr ging die Versteigerung los und unsere Lady
wurde für 73.000 Dalasi (ca. 1800 Euro) versteigert. Insgesamt sind
2.385.000 Dalasi für den humanitären Zweck zusammengekommen. Bei
einem Rücktausch von 1:37 entspricht das 64.459 Euro. Dieses
Ergebnis kann sich sehen lassen. Anschließend hatten wir noch einen
netten Kontakt mit der Polizei, die meinten, dass wir auf dem
Rückweg nicht angeschnallt gewesen sind. Unglaublich! Was natürlich
nicht stimmte... Nach langen Diskussionen und ein paar gebrauchten
Handtüchern weniger, ging es weiter Richtung Blue Kitchen - Hotel -
und Campingplatz vom Heinz. Dort stellten wir unsere Lady ab und
übergaben dem Heinz unsere Schlüssel. Ein bewegender Augenblick,
welcher das Ende der Rallye bedeutete. Von dort brachte uns der Ali
mit einem Bus (es saßen dort 21 Leute drin!!!) zum Flughafen, wo wir
eincheckten und uns von den Organisatoren beim Bierchen
verabschiedeten.
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Somit ist unsere Rallye von Schöningen über Dakar nach Banjul zu
Ende. Eine Rallye durch viele Länder, die aufregend, anstrengend,
heiß und sehr witzig war. Wir haben dazugelernt, viele neue Freunde
kennengelernt, sowie fantastische Eindrücke gesammelt, die wir unser
Leben nicht mehr vergessen werden. Eine großartige
Gemeinschaft gebildet und einen Einblick in das afrikanische Leben
bekommen und dabei humanitär geholfen. Punkte die uns keiner mehr
nehmen kann.
Hiermit möchten wir uns bei unseren Familien, Freunden, Bekannten,
Arbeitskollegen und allen helfenden Händen bedanken, die uns vor,
während und nach der Rallye helfend zur Seite standen und sich immer
über unseren aktuellen Standort informiert haben. Natürlich sind die
anderen Teams nicht zu vergessen, mit denen wir eine ganz
fantastische Zeit verbrachten.
